Michael J Berlin

Fotograf: Städte, Architektur, Werbung

Hafer in der Abendsonne
Hafer in der Abendsonne

Wenn die Wahl schwer fällt: Naturbilder aus der grossen Stadt

| Keine Kommentare

Hafer in der Abendsonne

Gestern Abend war ich wieder einmal auf dem Tempelhofer Feld unterwegs. Schon letzte Woche war ich dort für einen Photowalk, diesmal jedoch war ich ohne Begleitung, ohne Plan und ohne Vorbereitung dort. Am Ende stand ich vor einer schweren Wahl, welche der Bilder ich zeigen möchte.

Hafer in der AbendsonneFür Nicht-Berliner: Das Tempelhofer Feld ist der ehemalige Flughafen, der als erster der drei Berliner Flughäfen still gelegt wurde. Wo einst die Güter der Luftbrücke entladen wurden, finden heute in den Gebäuden Messen und Ausstellungen statt, die früheren Rollbahnen dienen als riesige Rennstrecke für jede Art der Fortbewegung – zu Fuß, auf dem Fahrrad, mit verschiedensten Arten von Boards, teilweise mit Unterstützung von Kites.

Zwischen den Rollbahnen befinden sich Grün- und Naturflächen. Einige hiervon sind zur Nutzung freigegeben und werden zum Grillen und Chillen genutzt. Andere Bereiche sind komplett abgesperrt, um dort der Natur ihre Freiheit zu lassen. Und dazwischen gibt es Zonen, die weitgehend naturbelassen sind, aber betreten werden können. Hier wachsen Gräser und Getreide und vereinzelte Bäume.

Regenbogen am Tempelhofer FeldIch war gestern jedoch eher zufällig dort: Ein Freund hatte eine Meldung weiter geleitet, nachdem für ein kleines Filmprojekt kurzfristig noch ein paar Statisten benötigt werden sollten. Ich machte mich auf den Weg zum Volkspark Hasenheide, konnte letztlich jedoch keinen Kontakt mit den suchenden Filmschaffenden machen und diese auch nicht selbständig finden. Ich hatte dies aber als Möglichkeit einkalkuliert und daher meine Kamera mitgenommen.

Nachdem ich einige Bilder im Volkspark geschossen habe, bekam ich Hunger und beschloss eine Planänderung. Ich ging einige Buletten und einen Nudelsalat einkaufen und ass diese auf dem Tempelhofer Feld. Es war jedoch eher ungemütlich: Der Wind war kräftig, es war ein kurzer Schauer vorübergezogen, die Wolken verhiessen aber noch ein bisschen mehr Feuchtigkeit, die Abendsonne hatte auch nicht mehr viel Kraft. Keine schönen Bedingungen zur Erholung, aber fast ideale Bedingungen für ein paar Naturfotos.

Regen fällt auf Tempelhofer Feld

Die Wolken ergaben wunderbare Formen und die flache Sonne sorgte für dramatische Kontraste. Ganz besonders belohnt wurde ich dann aber noch mit einem doppelten Regenbogen, der sich Dank des absolut flachen Flughafen-Geländes von Boden zu Boden erstreckte.

Die Tropfen zogen dann auch noch über uns hinweg und hinterliessen im Gegenlicht schöne Lichtflecken, zusätzlich zu dem Glitzern im Gras und auf dem Asphalt. Es war kein heftiger Regen und hörte schnell wieder auf, so dass es rundum perfektes Abendwetter für schöne Bilder war.

Verabschiedet habe ich mich dann noch mit einem Sonnenuntergangs-Bild, als das Licht gerade hinter den Flughafen-Gebäuden versank. Ein fantastischer Abschluss eines großartigen Spaziergangs. Und weil mir schon die Wahl der fünf Bilder für diesen Blogbeitrag schwer gefallen ist, habe ich ein paar zusätzliche Bilder in meinem Berlin-Album auf Flickr hinzugefügt.

Sonnenuntergang Tempelhof

Kommentar verfassen